Ausstellung: Myanmar. Von Pagoden, Longyis und Nat-Geistern

Große Sonderausstellung im Museum Fünf Kontinente

Bis 27. September 2015 – verlängert wegen des großen Erfolges!

Im Jahr 1911 reiste Lucian Scherman, Direktor des Münchner Völkerkundemuseums, jetzt Museum Fünf Kontinente, zusammen mit seiner Frau Christine nach Burma, dem heutigen Myanmar. Die beiden legten eine weltweit einzigartige ethnographische Sammlung an, zu der mehr als 2300 Objekte, 1200 Fotografien, ausführliche Reisetagebücher und Tonaufnahmen zählen. Die schönsten und kostbarsten Stücke der Sammlung sind nun erstmals in einer herausragenden Präsentation zu sehen. Begleiten Sie uns auf den Spuren des Forscherpaares durch eines der faszinierendsten Länder Asiens: Sie begegnen den verschiedensten Volksgruppen und deren Lebensweise, gewinnen Einblicke in den myanmarischen Alltag, tauchen ein in religiöse Feste und staunen über einmalige Kunstwerke. Die Reise führt durch vielfältige Landschaften und eröffnet Ihnen den Zugang zu weitgehend Unbekanntem: Ob am lnle-See, Chindwin-Fluss oder in den weiten Bergregionen im Westen und Osten Myanmars – nur wenige Schritte entführen Sie in andere Welten.

Blick in die Ausstellung. Foto: Museum Fünf Kontinente.

Große Erwartungen an Wahl in Myanmar

DW – 28. Juli 2015

Die Parlamentswahlen in Myanmar werden als nächster wichtiger Meilenstein im Öffnungsprozess eingeschätzt. Erst in jüngster Zeit haben sich die Rahmenbedingungen für einen ordnungsgemäßen Verlauf geklärt.

Armeechef Min Aung Hlaing legte in einem Interview mit der BBC die Position des Militärs dar. Die Armee werde weiterhin eine zentrale Rolle im politischen Prozess spielen, zumindest für die nächsten fünf bis zehn Jahre. Zeya Thu schenkt den Aussagen des Armeechefs Glauben: „Es sieht so aus, dass das Militär das Wahlergebnis akzeptieren wird, solange es im Parlament vertreten bleibt und seine 25 Prozent Sperrminorität behält.“ Dabei begreift sich das Militär selbst als stabilisierende Kraft, die über aller Politik steht und die Einheit des Landes garantiert.

In Burma gibt es keine Begriffe für „Privatsphäre“, „Computer“ und „Telefon“

DerStandard.at – 21. Juli 2015

„Nach der Öffnung des Landes gibt es für moderne Dinge oft keine burmesischen Ausdrücke – oder sie werden mit einer anderen Bedeutung assoziiert Den Burmesen fehlen für viele politische und technologische Phänomene die Begriffe. Seit die Militärregierung, die das Land Myanmar nennt, nach fast 50 Jahren Isolation das Land geöffnet hat, steht es mit einem Fuß in der alten diktatorisch-paternalistischen Vergangenheit und mit einem Fuß in einer westlich inspirierten Demokratie, wie die „New York Times“ berichtet.“

Kommentar: Tatsächlich fehlen oftmals die Worte. „Computer“ ist zwar ein schwacher Vergleich, denn im Deutschen wird dieser englische Begriff schließlich auch verwendet, wobei aber die Franzosen „Ordinateur“ benutzen. Dennoch ist der Begriff „Demokratie“ (dee-maw-cra-see) in Myanmar ohne Entsprechung, was hier und bei vielen anderen Begriffen Erklärungen notwendig macht. Einen tiefergehenden Artikel zur Problematik präziser Übersetzungen findet man hier:

After 25 years of work, dictionary set for release

sowie im Vorwort dieses Wörterbuchs.

Myanmar’s Tycoons: Vested Interests Resisting Reform or Agents of Change?

Stuart Larkin – ISEAS Singapore – 22 July 2015

EXECUTIVE SUMMARY

• Myanmar’s tycoons are strong in many sectors of the economy such as banking, construction and property, trading, mining, hotels, logging, marine products, transportation, building materials, energy services, agribusiness, food and beverage manufacturing, and miscellaneous consumer products.

• Western donors regard them as “cronies” who benefited from favourable treatment under military rule and being resistant to reform, and try to marginalize them through advocacy of good governance, economic liberalization and creation of a “level playing field” for competition.

• But the Washington Consensus liberalization approach, with the burgeoning trade imbalance it engenders, could trigger a payments crisis that leaves tycoons fire-fighting in operations and western donors with more influence.

• The ancien regime used the tycoons to get things done but wholesale abandonment of the old system before the new – the donors’ “good governance” agenda – is firmly rooted risks the country becoming caught between two systems, with stunted results and unexpected consequences.

• A more nuanced and pragmatic approach to state business relations from donors and power-holders would reduce the risk of a failed transition. With the prospect of a change in president coinciding with the Asian Infrastructure Investment Bank commencing operations next year, there are grounds for optimism.

MNA: Yangon-Singapur im August

TTG Asia – 21. Juli 2015

MYANMAR National Airlines (MNA), die staatliche Fluggesellschaft, beginnt ihr internationales Streckennetz auszubauen, nachdem sich die Gesellschaft in der jüngsten Vergangenheit grundlegend erneuert hat. Am 17. August 2015 wird die Strecke Yangon-Singapur täglich außer samstags mit einer neuen Boeing 737-800 bedient.

Foto: Myanmar National Airlines

Aung San Suu Kyi darf nicht Präsidentin werden

ZEIT online – 25. Juni 2015

„Präsident oder Vizepräsident darf nur werden, wer keine Kinder mit ausländischer Staatsbürgerschaft hat und nicht mit einem Ausländer verheiratet ist. Diese Bestimmung schließt Suu Kyi von einer Kandidatur aus, weil ihre Kinder britische Pässe haben. Kritiker sehen es als erwiesen an, dass die Junta den Verfassungsartikel seinerzeit gezielt gegen Suu Kyi zuschnitt, um eine künftige Präsidentschaft der Friedensnobelpreisträgerin zu verhindern.“

Kommentar: U Myint Swe, Chief Minister der Yangon-Region und früherer General, befand sich einst in der engeren Wahl für das Amt des Vizepräsidenten, bis Zweifel hinsichtlich der Staatsbürgerschaft einer seiner Söhne aufkamen: Es heißt, er sei australischer Staatsbürger. Der o.g. Hinweis auf den Artikel in der Verfassung von 2008, der dritten Verfassung des unabhängigen Myanmar, verliert an Bedeutung, wenn man sich die Verfassungen der Jahre 1947 und 1974 anschaut, wo sich ebenfalls diese Bestimmungen wiederfinden. Historische Gründe, wie die koloniale Besetzung, Fremdherrschaft und Fremdbestimmung trugen und tragen zu diesen Entscheidungen bei:

Ne Win and his generation grew up in a country dominated by foreign rulers, British and Indian, and foreign owners, British, South Asian and Chinese.

Es gibt wenigstens zwei Möglichkeiten: Suu Kyis Söhne nehmen die Staatsbürgerschaft Myanmars an ODER Suu Ki enterbt ihre Söhne, wie schon in der Vergangenheit in Myanmar mehrmals geschehen. Ein weiteres Problem sind die Ehepartner der Söhne, ebenfalls britische Staatsbürger.

Myanmar lernt von Biosphäre Spreewald

Lausitzer Rundschau – 26. Juni 2015

Erfahrungen der Biosphärenreservate Spreewald und Elbe sollen jetzt auch Myanmar, dem früheren Burma, zugute kommen. Dabei geht es vor allem um die Vermittlung zwischen Naturschutz und der Bewirtschaftung von Flächen durch die Einwohner – womit man sich speziell im Spreewald durch manch Konflikt der zurückliegenden Jahre sehr gut auskennt.

Die Gäste aus Myanmar haben auch die neue Ausstellung zur Biosphäre Spreewald im Haus für Mensch und Natur in Lübbenau besucht. Foto: Jan Gloßmann

10 Gründe warum Du nach Myanmar reisen solltest

arivado.com – Juli 2015

Beeindruckende Tempelanlagen, paradiesische Strände und exotisches Essen- Asien hat dich schon immer fasziniert und du liebst es abseits von den ausgetretenen Pfaden ein Land zu entdecken? Dann packe deine siebe Sachen und mach dich auf zu einem Backpacker-Abenteuer in das Land der goldenen Pagoden: Myanmar! Ich habe für dich die 10 besten Gründe aufgelistet, warum Myanmar auf deiner „Wanna-Do-Liste“ ganz weit oben stehen sollte! „Myanmar“ allein der Name klingt doch schon nach Exotik und Abenteuer. Vielen ist das Land, welches im Norden und Osten an China, Laos, Thailand und im Süden an den Indischen Ozean grenzt, wohl eher unter dem Namen Burma im Gedächtnis geblieben. Der Name hat sich zwar im Laufe der Zeit von Burma in Myanmar geändert, das Klima ist jedoch das gleiche geblieben. Von Ende Mai bis Mitte Oktober bestimmt die Regenzeit das Wetter. Wenn du etwas dagegen hast, mehrmals täglich von Regenschauern überrascht zu werden, dann solltest du deine Reise lieber in die Zeit von Ende November bis Ende Februar, also in die trockene Jahreszeit legen. Wem der Sinn nach tropischen Temperaturen und einer gehörigen Portion Sonne steht, der sollte sich in der März bis Mitte Mai auf den Weg nach Myanmar machen.

Junge Novizen bei Mingun

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