Vertrauter Suu Kyis wird Präsident

Die Marionette der Lady aus Myanmar (Frankfurter Rundschau, 10. März 2016)

Aung San Suu Kyi will einen alten Gefährten, Kommilitonen und Fahrer zu einem Staatsoberhaupt von ihren Gnaden machen.

Suu Kyis Schulfreund soll Präsident von Myanmar werden (Deutsche Welle, 10. März 2016)

Die Partei der Nobelpreisträgerin hat den Hochschullehrer Htin Kyaw als Kandidaten für die Präsidentenwahl in Myanmar vorgeschlagen. Er soll den Übergang der früheren Militärdiktatur zu einer echten Demokratie befördern.

Burma: Nobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi wird nicht Präsidentin (Spiegel Online, 10. März 2016)

Weil ihre Söhne Briten sind, darf Aung San Suu Kyi nicht Präsidentin von Burma werden. Die NDL hat nun einen engen Vertrauten der Friedensnobelpreisträgerin nominiert. Das Sagen könnte sie dennoch haben.

Vertrauter von Suu Kyi soll Staatschef werden (Handelsblatt, 10. März 2016)

Die Verfassung Myanmars verbietet es der Friedensnobelpreisträgerin Suu Kyi, bei der Präsidentschaftswahl anzutreten. Deshalb nominiert die 70-Jährige einen engen Vertrauten: ihren ehemaligen Fahrer.

Kommentar: Dass Htin Kyaw Suu Kyis Fahrer gewesen sein soll, haben einige Medien irrtümlich verbreitet, da über den zukünftigen Präsidenten recht wenig bekannt war:

Biography of U Htin Kyaw issued by the NLD

1962-63 and 1966-67: Bachelor of Economics student at Yangon University
1968: Master of Economics student at Yangon University (while also working as a lecturer on campus)
1971-72: Student at Institute of Computer Science, University of London
1974-75: Master of Computer Science (Yangon University)
1980-92: Employee of the Foreign Economic Relations Department in the Ministry of Foreign Affairs
1987: Studied at Arthur D. Little School of Management in Cambridge, Massachusetts
1992: Resigns as department’s deputy director in the FERD of the MFA
2012 – Present: Founding executive committee member of the Daw Khin Kyi Foundation

Renate Künast: Der lange Weg zu „Made in Myanmar“

FAZ – 10. März 2016

Burma boomt: Allein in der Textilbranche werden jede Woche zwei bis drei neue Fabriken eröffnet. Wie können sie es in Zukunft schaffen, auch ethisch ganz vorn dabei zu sein? Ein Gastbeitrag.

© AFP Bald nach Burma ausgelagert? Eine chinesische Angestellte einer Textilfabrik vernäht Teile einer Leuchtweste.

Myanmar will den Tourismus in bislang unbekannten Regionen fördern

ITB Newsroom – 11. März 2016

Wie lässt sich ein massiver Zuwachs im Tourismus nachhaltig gestalten? Vor dieser Herausforderung steht derzeit das südostasiatische Land Myanmar. Wurde das Land, das früher Burma genannt wurde, vor fünf Jahren noch von einer Million Ausländer besucht, waren es im vergangenen Jahr bereits mehr als drei Millionen. „Wir müssen das Wachstum managen, und wir müssen es nachhaltig managen“, proklamierte Mario Hardy von PATA auf dem ITB Berlin Kongress. Wichtig sei, vom „Bucket list–Phänomen“ wegzukommen. „Wir wollen Touristen ermutigen, über die Hauptsehenswürdigkeiten hinauszugehen, denn das wird helfen, das Leben der Menschen zu verbessern“, zeigte sich Hardy überzeugt.

Kayah documentary wins award at world travel show (The Myanmar Times, 15. März 2016)

Kommentar: Der Kayah-Staat ist Myanmars kleinster Unionsstaat. Im Süden und Westen wird er vom Kayin-Staat begrenzt, im Norden vom Shan-Staat und im Westen grenzt er an die thailändische Provinz Mae Hong Son. Ein schweizer Höhlenforscherteam hat bereits 2015 die Höhlen des Kayah-Staats erforscht und dokumentiert, während in der Hauptstadt Loikaw nun auch neue Hotels entstehen, teilweise mit ausländischen Investitionen. Noch spannender wird es, wenn in naher Zukunft ein oder mehrere Grenzübergänge für Touristen nach Thailand öffnen. Eine Brücke über den Thanlwin, der den Kayah-Staat von Nord nach Süd durchfließt, wurde bereits bei Hpasawng eröffnet. Weiter südlich befinden sich die Minen von Mawchi, in den 1930er Jahren die wichtigsten Zinnminen der Welt. Der damalige Schief Minister des Karenni-Staats (alter Name), Saw Hunter, plante die Unabhängigkeit Kayahs und den Anschluss an Thailand – während er die Mine weiter kontrollieren würde.

Ein Bergkloster

Ein Bergkloster bei Loikaw

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Die Padaung stammen aus dem Kayah-Staat.

Spätzle schaben in Myanmar – Ochsenbacher helfen bei Lokal-Aufbau

Bietigheimer Zeitung – 8. März 2017

Die ehemaligen „Schwanen“-Wirte Gerlinde und Herbert Merkle aus Ochsenbach bilden derzeit ein 16-köpfiges Restaurantteam in Myanmar in Südostasien aus. Sie bringen ihren Köchen auch Gerichte aus der Heimat bei.

Gerlinde Merkle hat das Serviceteam im Auge. Foto: Familie Merkle.